Film- und Diskussionsveranstaltung

Externalisierung

Dienstag, 4. Dezember 2018
19.30 Uhr
Ort: Infoladen Lunte
Weisestr. 53
Berlin-Neukölln

Seit drei Jahren verschärft die EU ihre Anti-Migrationspolitik in Afrika. Flüchtlinge sollen nicht nur im Mittelmeer aufgehalten werden, sie sollen schon in Afrika selbst gestoppt werden. Die Grenzen der EU verlaufen heute durch die Sahara. Mit Milliarden Euro und politischer Erpressung werden afrikanische Länder auf Linie gebracht. Profiteure sind die europäischen Rüstungskonzerne, die die Technologie zur Grenzsicherung vorantreiben.

Wir wollen der Frage nachgehen, was das für die Betroffenen selbst heißt und wie wir von Berlin aus intervenieren können.

Gezeigt werden Ausschnitte aus den Videos »Grenzen dicht! Europas Schutzwall in Afrika« und »Türsteher Europas: Wie Afrika Flüchtlinge stoppen soll«.

Bilanz der ‚Compact with Africa‘-Initiative

„Es muss endlich über die Subventionen für Europas Bauern geredet werden. Sie führen dazu, dass wir unsere Landwirtschaft nicht entwickeln können, weil wir von Billigimporten überschwemmt werden. Es muss darüber geredet werden, dass wir auf dem Weltmarkt kaum Chancen haben, industriell verarbeitete Produkte zu verkaufen. Das sind Diskussionen, die in Europa geführt werden müssen.“

Compact with Africa: Was ist aus dem deutschen Prestigeprojekt geworden? | Afrika | DW | 28.10.2018

Kein Ausverkauf von Afrika!

 Kundgebung gegen das „G20 Investment Summit“
30. Oktober 2018 |Pariser Platz | Berlin |
12:00 – 14:00

Africa is NOT for sale!
NO to Compact with Africa!
Demonstration against the „G20 Investment Summit“
on 30 October 2018 |Pariser Platz |Berlin |12:00 – 14:00

PAS de promotion de vente de l’Afrique !
NON au Pacte avec l’Afrique !
Manifestation contre le „G20 Investment Summit“
le 30 octobre 2018 |Pariser Platz |Berlin |12:00 – 14:00

  1. Angela Merkel und andere deutsche Regierungsmitglieder, Vertreter*innen von Banken und Wirtschaftslobbyist*innen treffen sich mit 11 afrikanischen Präsidenten, um neue Wege zur weiteren Ausbeutung Afrikas fest zu legen.
    Angeblich will die Bundesregierung mit ihrer neoliberalen Afrikapolitik, dem ‚Compact für Afrika‘, „Fluchtursachen bekämpfen“. Tatsächlich geht es um Profit: Neue Märkte für deutsche Firmen und Investoren sollen erschlossen werden und bestehende Absatzmärkte, z. B. für die Agrarindustrie und für Waffen und Grenztechnologien erhalten bleiben und ausgeweitet werden. Gleichzeit werden afrikanische Regierungen erpresst, Freihandelsabkommen abzuschließen.
    Diese Wirtschaftspolitik hilft den Menschen in Afrika nicht. Zumal international vereinbarte Umweltstandards und menschenrechtliche Verpflichtungen im  ‚Compact für Afrika‘ kein Thema sind. Der ‚Compact mit Afrika‘ hilft nur den korrupten Konzernen reicher Industriestaaten und afrikanischen Wirtschaftseliten. Die meisten der eingeladenen afrikanischen Regierungen, die Bundesregierung nennt sie freundlich „Reform-Champions“, sind Diktaturen, die sich mit massiven Menschenrechtsverletzungen an der Macht halten.

Das macht uns wütend! Das werden wir vor dem Tagungsort der „G20 Investment Summit“ deutlich machen!

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Angela Merkel and other German government officials, representatives of banks and business lobbyists meet with 11 African presidents to define new ways to further exploit Africa.
Allegedly, the German government wants to „fight the causes of flight“ with its neo-liberal Africa policy. The real goal is to make profits: new markets for German companies and investors are to be opened up and existing ones, e.g. for the agricultural industry and for weapons and border technologies, maintained and expanded. At the same time, African governments are being extorted to sign free trade agreements.
This economic policy does not help the people in Africa. Also since internationally agreed environmental standards and human rights obligations are not an issue in this „Compact“. The ‚Compact with Africa‘ only helps the corrupt corporations of rich industrialized countries and African business elites. Most of the invited African governments, the German government kindly calls them „reform champions“, are dictatorships that are kept in power with massive human rights violations.

That makes us angry! We will make this clear in front of the venue of the „G20 Investment Summit“!

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Angela Merkel et d’autres membres du gouvernement allemand, des banques et des lobbyistes économiques rencontrent 10 présidents africains pour définir de nouveaux moyens d’exploiter davantage l’Afrique.
Le gouvernement fédéral veut prétendument „combattre les causes de la fuite“(Causes de la migration) avec sa politique néo-libérale pour l’Afrique. En fait, il s’agit d’une question de profit : il s’agit d’ouvrir de nouveaux marchés pour les entreprises et les investisseurs allemands et de maintenir et d’étendre les marchés de vente existants, par exemple pour l’industrie agricole, les armes et les technologies aux frontières. En même temps, en fesant chanter les gouvernements africains pour qu’ils concluent des accords de libre-échange.
Cette politique économique n’aide pas les Africains. D’autant plus que les normes environnementales et les obligations en matière de droits de l’homme convenues au niveau international ne sont pas un problème dans les pactes. Les pactes avec l’Afrique n’aident que les
entreprises corrompues des pays industriels riches et les élites économiques africaines. La plupart des ces gouvernements africains invités, que le gouvernement allemand qualifie gentiment de „champions de la réforme“, sont des dictatures qui maintiennent au pouvoir des violations massives des droits humains.

Ça nous met en colère ! Nous l’indiquerons clairement avant la tenue du „G20 Investment Summit“!

Afrika ist wieder interessant – für Ausbeutung

Redebeitrag auf dem Weltfest am 9. Juni 2018 auf dem Traveplatz in Friedrichshain

Marshallplan, Rückübernahmeabkommen, Kämpfe in Afrika, tägliche Abschiebungen, geplante AnkERzentren, Verschärfung der Asylgesetze: die Liste lässt sich weiterführen.
Die Ressourcen an Bodenschätzen und landwirtschaftlichen Produkten, welche die afrikanischen Länder besitzen, sind in das Interesse der imperialistischen Großmächte (USA, Russland, China, Großbritannien und der europäischen Staaten) gerückt.
Frankreich schickt Soldaten nach Mali, Grenzzäune werden in Niger gebaut. Die Grenzüberwachung in Afrika wird jetzt schon von Europa aus betrieben. Afrika ist wieder interessant – für Ausbeutung weiterlesen