Archiv der Kategorie: Background

Was ein Schweineschnitzel mit der G20-Afrikakonferenz zu tun hat

Intensivlandwirtschaft hat vielfach nur noch wenig mit der Versorgung lokaler Märkte und dort ansässiger Menschen zu tun. So stammen große Teile der Futtermittel, welche benötigt werden, um z.B. ein Schweineschnitzel herzustellen sehr wahrscheinlich aus Argentinien, Brasilien oder den USA. Dort werden sie oft unter Einsatz von Gentechnik und Pestiziden angebaut. Von dem in Deutschland produzierten Schweinefleisch werden wiederum viele Teile in die Länder des globalen Südens exportiert. Weiterlesen: www.bauerngarten.net/2017/06

Marshallplan with? Africa…

Am 18.5.2017 dekonstruierte Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung Tübingen auf einer Veranstaltung im Regenbogenkino in Berlin den Marschall-Plan „für“ Afrika..

Unser Fazit:
Der Marshallplan für Afrika ist bestenfalls ein schlecht strukturiertes, folgenloses Papier. Profitieren sollen afrikanische und vor allem deutsche Großunternehmen.
Afrika wird vor allem als aufzuteilender Markt gesehen. Flankiert wird dies durch militärisch/zivile Kooperationen, die einerseits die Voraussetzungen für eine funktionierende ökonomische Ausbeutung schaffen und sichern sollen, aber zusätzliche weitere Ziele haben, wie geopolitische Präsenz und die Kontrolle der Migration.

Hier unser zusamenfassender Bericht über die Veranstaltung: Marshallplan with? Africa… weiterlesen

Geoplitische Interessen 1967 und heute

„Unter der großartigen Führung des Schah bildet der Iran in einer der unruhigeren Regionen der Welt eine Insel der Stabilität.“ Jimmy Carter, Präsident der USA, 1977

Juni 1967: Die Bundesregierung empfängt in luxuriösem Ambiente Schah Mohammed Reza Pahlavi und seine Frau Farah Pahlavi, einen ‚der brutalsten Autokraten der Nachkriegszeit‚. Auf der Straße protestieren Studentinnen und Studenten gegen Folter und wilkürliche Verhaftungen von MenschenrechtsaktivistInnen und Opositionellen im Iran. Menschenrechte im Iran sind für die damalige Bundesregierung kein Gesprächsthema mit dem Diktator, denn es geht um eine gute wirtschaftliche Zusammenarbeit und um Profite der Rüstungsindustrie. Zudem gilt es, den Iran als westlichen Bündnispartner zu gewinnen und zu halten, da er auch mit der DDR Verhandlungen über wirtschaftliche Zusammenarbeit führt. Geoplitische Interessen 1967 und heute weiterlesen

Ein legendärer Schah-Besuch

Als vor fünfzig Jahren der iranische Schah Mohammed Reza Pahlavi Westberlin besuchte, eskalierte die Situation. Während der Europabesuch des Schahs in der Tschechischen Sozialistischen Republik, in Frankreich und der Türkei weitgehend ruhig verlief, fand der Besuch in Berlin in aufgeheizter Atmosphäre und unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. Die studentische außerparlamentarische Opposition hatte zu Protesten gegen das autoritäre Schah-Regime und dessen Unterstützung durch die westliche Außenpolitik aufgerufen. Der 2. Juni 1967 wurde zum Kristallisationspunkt internationaler Politik.
Weiterlesen: https://www.iz3w.org/zeitschrift/ausgaben/360

Tour for Africa – Visit the Profiteers!

Deutsch hier   Français ici

Bike rally against the ‚G20-Africa-Conference‘
Friday, 9 June at 16:00

Starting point: in front of the Bayer building, Müllerstr. 178 (Wedding) Stops include: REWE; Deutsche Bank and KfW; H&M; the Africa Conference 1884/85 memorial; BMZ.
Ending point: Oranienplatz

We will visit Bayer and other profiteers, as well as institutions which among other things are responsible for destroying family-owned, rural agriculture in Africa. During our tour, we will provide examples of the companies’ role in the history of profiteering in Africa.

They should be ashamed! Tour for Africa – Visit the Profiteers! weiterlesen

Tour pour l’Afrique – Visitez les profiteurs!

Deutsch hier English here

Rallye à vélo contre la „Conférence du G20-Afrique“

Vendredi 9 Juin à partir de 16h
Départ: devant Bayer. Müllerstrasse 178 (Wedding)
Etapes: REWE, Deutsche Bank et KFW, H&M, Tableau de commémoration en souvenir de la conférence de Berlin 1884/85, BMZ.
Arrivée: Oranienplatz

Visite chez Bayer et autres profiteurs tels que les institutions qui sont entre-autre responsables de la destruction de l’agriculture paysanne en Afrique. Nous donnerons avec exemples à l’appui des informations sur leur rôle.
Tour pour l’Afrique – Visitez les profiteurs! weiterlesen

Schöneberg und die deutsche Kolonialgeschichte

„Wir nehmen die Afrika Konferenz zum Anlass, auf die Verwicklung des Bezirks Schöneberg in die Kolonialgeschichte aufmerksam zu machen.“

Offener Brief von im ‚Kiezpalaver engagierte Schöneberger und Schönebergerinnen‘ an die BVV Tempelhof/Schöneberg:
Im Juni dieses Jahres findet im Vorfeld und im Zusammenhang des Hamburger G-20 Gipfels in unserem Bezirk (im Gasometer) eine Afrika Konferenz statt. Diese Konferenz gibt vor, dem Aufbau einer Partnerschaft zwischen den Industrieländern und den afrikanischen Ländern zu dienen. In Wahrheit fördert sie durch ungerechte Handelsverträge und die Öffnung der afrikanischen Märkte für die Produkte der Industrieländer die weitere Verarmung und Verelendung der afrikanischen Länder. Weder eine Partnerschaft noch die Bekämpfung von Fluchtursachen, vielmehr die Bekämpfung von Flüchtlingen in Zusammenarbeit mit diktatorischen Regimen wie z.B. Eritrea, die sich schlimmster Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht haben, ist Ziel dieser Konferenz. Wir begrüßen die angekündigten Protestaktionen gegen diese Konferenz.
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